MärchenMit Texten der Gebrüder Grimm, E.T.A. Hofmann,
Wilhelm Hauff und anderen
Musik von Kapsberger und Piccinini

Im Wald, da sind die Räuber, da lauert der Wolf, da ist das Haus der Hexe. Im Wald, da sind die Lichtungen, die Blumen, die freundlichen Tiere, der Unterschlupf für die Gestrandeten, Gestrauchelten. Kaum ein Ort ist im Märchen so mythisch aufgeladen, präsentiert sich so gegensätzlich wie der deutsche Wald. Deshalb widmen sich Coniglio Mortale in ihrem ersten Programm mit Märchen für Erwachsene diesem Schauplatz, erwecken ihn und seine Geschöpfe zu literarisch-musikalischem Leben.

Heute kennt man die meisten Märchen nur in weichgespülter Version, aus dem Disneyfilm und aus dem Kinderzimmer. Doch das war nicht ihr Ursprung. Sie sind Kinder der dunklen, der schwarzen Romantik. Unheimlich. Mystisch. Makaber. Niedergeschrieben in hochmusikalischer Sprache. Genau das richtige Material für Coniglio Mortale.

Unheimlich, verschlungen und voll dunkler Verlockungen ist auch die Lautenmusik, die um 1600 in Rom geschrieben wurde. „Stylus Fantasticus“ nannte man den abenteuerlichen, explosiven Kompositionsstil, in dem junge Komponisten die Fesseln der Renaissancepolyphonie abstreiften. Der Chitarrone, eine mit fast zwei Metern monströs große Basslaute, war das Instrument der Stunde. Sein Reichtum an Farben und Ausdrucksmöglichkeiten und die Schönheit des Lautenklangs versetzten das Publikum damals wie heute in Erstaunen.

Vanessa Heinisch spielt Toccaten umd Variationssätze von Kapsberger und Piccinini, die in sich bereits kleine Märchen voller Fabelwesen und irrwitziger Wendungen sind – und somit die ideale Ergänzung zu den von uns ausgewählten Texten.

Dauer:

ca. 80 Minuten

Verfügbar ab:

2. Jahreshälfte 2016

Hinweis:

Dieses Programm ist wirklich nur für Erwachsene gedacht und kann erotische oder grausame Inhalte enthalten, die für Kinder und Jugendliche nicht geeignet sind.