HimmlischeRuhestörungWeihnachten, das Fest der Liebe. Streitigkeiten ruhen bis zum 27. Dezember. An den Fronten schweigen die Kanonen. Es duftet nach Lebkuchen und Tannenzweigen. Die geschmückten Bäume funkeln im Licht der Kerzen. Geschenkpapier raschelt. Gedichte werden aufgesagt. Lieder gesungen. Küsse unter Mistelzweigen ausgetauscht …

Weihnachten, das ist aber auch ein Pulverfass der angestauten Aggressionen. Unterm Weihnachtsbaum, beim „Familienfest“, treffen Menschen aufeinander, die besser gar nichts miteinander zu tun haben sollten: Das „Fest der Liebe“ ist nur eine Fassade. Bröckelnder Kitt, der schneller abplatzt, als einem lieb sein kann. Und doch handeln viele dieser Geschichten, ganz im Geist der Weihnacht, von der Versöhnung.

Auch Coniglio Mortale will sich der festlichen Stimmung anschließen und präsentiert eine Auswahl garstiger Weihnachtstexte. Von wem? Lassen Sie sich überraschen!

Mordgetümmel und punschgetränkte Versöhnung finden ein temperamentvolles Echo in der Musik von Silvius Leopold Weiss. Der wohl bedeutendste Lautenspieler seiner Zeit hinterließ sogar bei Johann Sebastian Bach einen tiefen Eindruck, als er ihm mit seiner Laute beim Improvisieren Paroli bot. Seine Musik erlangte mit ihrem barockem Feuer Ruhm weit über die sächsischen Landesgrenzen hinaus. Noch heute kann man im Publikum die berühmte Stecknadel fallen hören, wenn einer seiner berühmten langsamen Sätze vorgetragen wird. Es ist nicht verwunderlich, dass Weiss der bestbezahlte Musiker am Hof August des Starken in Dresden war. Mit Virtuosität, Drama und zartschmelzenden Klangwolken zaubert die Musik des großen Dresdners ein atemberaubendes Weihnachtsvergnügen.

Dauer:

Ca. 70 Minuten + Zugabe

Verfügbar ab:

2. Jahreshälfte 2016